Fahreigenschaften

Die hydraulische Bremse ist in erster Linie für Tourenskater entwickelt worden, die mit den unterschiedlichsten Fahrbahnbelägen und Witterungsbedingungen zurechtkommen müssen. Handelsübliche Inlineskates mit großen 100 oder 110 mm Rollen ermöglichen das Erreichen sehr hoher Geschwindigkeiten auf gutem Asphalt und sind auf löchrigen Fahrbahnen oder gar festem Naturboden kleineren Rollen deutlich überlegen, nur haben sie den Nachteil, dass ihre Gummi-Fersenbremse aufgrund ungünstigerer Hebelverhältnisse nicht sehr wirkungsvoll ist. Deshalb war es notwendig besonders für diese Kategorie ein besseres Bremssystem zu entwickeln.

Ohne zu übertreiben wird man mit dieser Bremse nach einer Eingewöhnungsphase Strecken sicher fahren, die man sich früher nie zugetraut hätte. Die Möglichkeit auch bei nassem, rutschigem Asphalt sicher bergabfahren zu können, erweitert den Aktionsradius des Inlineskatens deutlich. Auch auf sehr schmalen Gefällestrecken (z.B. Gehwegen) ist noch ein sicheres Abbremsen möglich, weil immer die volle Lenkkontrolle erhalten bleibt.

Das synchrone Verzögern beider Skates ermöglicht eine andere Körperhaltung, als man es vom Heel-Stop gewohnt ist. Wie beim Heel-Stop geht man desto tiefer in die Knie je stärker man abbremsen möchte, wobei die Skates zur Verbesserung der Standfestigkeit leicht versetzt positioniert werden. Gleichzeitig neigt man seinen Oberkörper etwas nach hinten. Die optimale Körperhaltung entwickelt sich von selbst nach einigen Wochen Fahrpraxis.

Ein Überschlagen beim Bremsen ist praktisch ausgeschlossen, da nur die hinteren Rollen gebremst werden. Der Bremsvorgang wird gleichzeitig mit dem Abheben der hinteren Rollen unterbrochen.

Mit der hydraulischen Bremse hat der Tourenskater mehr Freiheit bei der Streckenwahl, muß sich weniger Gedanken um das Gefälle machen und kann die Freude am Fahren in vollen Zügen geniessen.